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Sie kommen gerade heraus aus ihrer Nische, die digitalen Bücher. Seit Ende des vergangenen Jahres sind eBook-Reader en vogue. Aber auch das Schreiben erfährt eine rasante Veränderung. Der digitale Autor – in diesem Fall ich – kommt aus dem Staunen nicht heraus. Ungeahnte Möglichkeiten tun sich auf.

Na ja, ich bin noch ein totaler Anfänger, der bisher nur ein dünnes „Buch“ mit Kunstnotizen  gefüllt hat. Aber nach langem und verzweifeltem Testen habe ich es immerhin zu einem schönen Cover gebracht und den kleinen Layout-Rest macht mein iPad, einer meiner besten Mitarbeiter. Sagenhaft, was der alles kann. Er fingiert Eselsohren zum Blättern, bietet diverse Schriften und farbigen Hintergrund und vieles mehr an. Und sein anheimelndes Bücherregal im warmen Holzton, gefüllt mit Sammlungen und pdfs und epubs, das hat etwas.

Jetzt ist es an der Zeit zuzugeben, dass ich neben dem iPad noch kein anderes Lesegerät habe. Aber seit meinem letzten Wohlfühl-Klosterurlaub denke ich darüber nach. Dort habe ich eine Kindle-Leserin beobachtet, die ständig mit vielen, vielen Büchern ausgestattet war, und das überall, in der Cafeteria und auf der Parkbank und trotzdem ist sie mit kleinem Gepäck gereist. Ich hingegen habe mir richtige Bücher in der kleinen gut ausgestatteten Bibliothek ausleihen müssen, oder besser gesagt dürfen. Denn ich konnte Haptik und Buchgeruch genießen. Die Kindle-Besitzerin war es auch, die ein Loblied auf e-Ink gesungen hat und das iPad für nicht lesetauglich befand. Noch bin ich da anderer Meinung. Gegen das iPad spricht doch nur, dass es nicht richtig bettgerecht ist, oder?

Dann fiel Anfang 2012 Horst Sievert’s Workshop vom Himmel. Ich habe mich angemeldet, denn Lernen nach seiner Methode ist effizient und macht Spaß. Drei Treffen via Skype wurden angeboten, zwei sind bereits vorbei, bei Bedarf bekommt man zwischendrin ein persönliches Coaching. Die Kommunikation erfolgt via twitter unter #hosibooks.

Das Thema eBooks ist natürlich viel komplizierter als gedacht. Es gibt nicht nur ein einziges Lesegerät sondern viele. Und verschiedene Wege führen nach Rom. Klar wurde mir das erst nach der Veröffentlichung von HoSi’s Onlinehilfen für eBooks. Diese Hilfen sind wie immer sehr gut strukturiert und haben einen roten Faden geliefert, den ich als Anfängerin unbedingt gebraucht habe. Und ein fertiges Produkt, das Buch:  (N)ONLINER – Zu alt fürs Internet? von Horst Sievert dient als sehr gutes Anschauungsmaterial. Damit konnte ich etwas anfangen.

Mein erstes eBook ist nur ein Test, es hat circa 15 Seiten und auf dem Cover ein selbst produziertes Bild. Ich bin an diversen Kleinigkeiten gescheitert, aber mit des Moderators Hilfe wurde es dann gar nicht so übel. Meine Mitlerner haben ebenfalls schöne Test-Büchlein produziert. Und das bei nur zwei Skype-Zusammenkünften. Wir haben in den Pausen zwischen den Meetings bestimmt viel allein an unseren eBooks gearbeitet, aber immer mit den Onlinehilfen und dem Moderator und den anderen Teilnehmenden im Hintergrund. Barbara’s Produkt ist so liebenswert und professionell geworden, ihr kann ich unbedingt zur Veröffentlichung raten.

Ich habe viel Zeit darauf verwendet, die Editoren und Dateiformate kennenzulernen und zu benutzen. Und wenn das Bild zum 20.Mal beliebte, an der falschen Stelle zu erscheinen oder auch gar nicht, dann hätte ich mein digitales Buch auch gern an eine reale Wand geklatscht. Die Editoren Sigil und calibre als Garnierung dazu. Und dann die Frage: Wie komme ich an eine Lesegemeinde und wer ist wie hard- und softwaremäßig ausgestattet und kann das Ding überhaupt lesen? Im Browser reißt es keinen vom Hocker.

Im richtigen Augenblick hat Horst Sievert PressBooks entdeckt und getestet. Das ist ein neuer Versuch. Wie dieses gemeinsam erstellte eBook beweist, kann man mit mehreren Autoren arbeiten. Es sieht gut aus im Browser, ist also zuerst einmal für jeden auf dem PC lesbar. Und kann in diversen Formaten exportiert werden. Günstig ist es besonders für WordPress-Erfahrene. Noch stehe ich am Anfang, bin aber überzeugt, dass etwas Sinnvolles bei der gemeinsamen Arbeit an unserem Sammelbändchen herauskommt.

Wichtig ist neben dem Erstellen natürlich auch das Lesen. Da habe ich noch keine Erfahrung. Ein freundlicher Mensch hat mir ein Video geschenkt, auf dem ich sehen kann, wie mein Erstlingswerk auf dem Kindle aussieht. Immerhin bin ich wild entschlossen, mir ein Lesegerät zuzulegen. Nur welches? Ich hänge doch auch sehr an Hyperlinks und Bildern und Farben. Vielleicht doch auf den Kindle Fire warten? Bis vor kurzem wußte ich nicht viel über den unübersichtlichen Reader-Markt und seine Preise, ganz zu schweigen über rechtliche Probleme. Ich habe ab Januar 2012 fleissig Bookmarks zum Thema angelegt und auch via Twitter geteilt, aber alle gelesen oder verinnerlicht habe ich sie noch nicht.

Eine kleine Ergänzung zum Titel: Mein früherer Blogbeitrag „Jetzt auch noch twittern?“ soll ein gutes Omen sein. Vor kurzem habe ich nach über drei Zwitscherjahren meinen 5000.Tweet gefeiert.  Daher die Titelformulierung in der Hoffnung, dass ich dem eBook-Lesen und –Schreiben genau so treu bleibe. Lesen ist sicher leicht, aber schreiben auch? Ich kann inzwischen Blogs, Lernplattformen, Offene Kurse (MOOCs), Twitter, Google+, PC-, Kunst- und Radiostammtische, da werde ich es auch noch zur eBook-Autorin bringen können, den Versuch ist es wert. Eine Idee zu einem möglichen Stoff habe ich schon.

Ein großes Dankeschön an Senioren-Lernen-Online. Denn von dort stammen die meisten meiner virtuellen Fähigkeiten.

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Feedback/Errata

2 Responses to Kapitel 2 – Jetzt auch noch eBooks – Ursel

  1. hosi1709 on March 2, 2012 at 4:00 pm says:

    Super, betreue gerade Tade, 5, und Emilia, im Sommer 2. Tade freut sich über iPad und He-Man, so dass ich deinen interessanten Beitrag auf dem iPhone lesen. Verkehrte Welt?

  2. Ursel on March 2, 2012 at 4:17 pm says:

    dann, lieber hosi1709 bist Du hier gerade richtig: “Ist mobile learning der große Trend?” seit gestern der 22.Blog Carnival von Wissenswert. Enkel lernt, Opa lernt, einfach perfekt und mobile

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